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Woh­nen Sie in Deutsch­land, aber arbei­ten als Pend­ler in Basel? Dann haben Sie sicher eini­ge Fra­gen zum Ver­si­che­rungs- und Steu­er­sys­tem unse­res Nach­bar­lan­des. Nach offi­zi­el­ler Defi­ni­ti­on sind Grenz­gänger Per­so­nen, die im Inland ein­kom­men­steu­er­pflich­tig, aber im Aus­land abhän­gig beschäf­tigt sind und min­des­tens ein­mal wöchent­lich den Wohn­sitz im Inland auf­su­chen. Damit dies über­haupt mög­lich ist, muss eine zwi­schen­staat­li­che Frei­zü­gig­keit gewähr­leis­tet sein. Wil­nau­er, Ihr Ver­si­che­rungs­mak­ler in Frei­burg, infor­miert Sie ger­ne aus­führ­lich über Steu­ern sowie Kran­ken-, Ren­ten- und Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung für Grenz­gänger. Unser qua­li­fi­zier­tes Team zeigt Ihnen auch ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten zum Steu­ern spa­ren auf.

Grenz­gänger in Frei­burg pro­fi­tie­ren von Arbeit­neh­mer­frei­zü­gig­keit

Wer in Deutsch­land wohnt, aber in der Schweiz arbei­tet, kann die nied­ri­gen Lebens­hal­tungs­kos­ten in Deutsch­land mit den attrak­ti­ven schwei­ze­ri­schen Löh­nen kom­bi­nie­ren. Zwi­schen bei­den Län­dern gilt das Grenz­gän­ger­ab­kom­men, das Grenz­gän­ge­rin­nen und Grenz­gänger aus den EU-27/EFTA-Mit­glied­staa­ten beruf­li­che und geo­gra­phi­sche Mobi­li­tät zusi­chert. Das betrifft auch Grenz­gänger in Frei­burg, die täg­lich nach Basel pen­deln. Aller­dings gibt es im deut­schen und schwei­ze­ri­schen Arbeits­markt wich­ti­ge Unter­schie­de. In Deutsch­land genie­ßen mit Aus­nah­me kroa­ti­scher Staats­bür­ger alle Bür­ger von EU-Mit­glied­staa­ten unein­ge­schränk­te Arbeit­neh­mer­frei­zü­gig­keit. Die Schweiz gehört aber nicht zur EU. Des­halb brau­chen EU-Bür­ger, die hier län­ger als drei Mona­te arbei­ten möch­ten, zwar kei­ne Arbeits­er­laub­nis, aber eine Anmel­de­be­schei­ni­gung. Die Grenz­gän­ger­be­wil­li­gung (Aus­weis G EG/EFTA) gilt für Aus­län­der, die ihren Wohn­sitz in der aus­län­di­schen Grenz­zo­ne haben, wird von der zustän­di­gen Kan­tons­be­hör­de (Amt für Wirt­schaft und Arbeit) aus­ge­stellt.

Wel­che Kran­ken­ver­si­che­rung ist für Grenz­gänger geeig­net oder ver­pflich­tend?

Durch das bila­te­ra­le Abkom­men zwi­schen bei­den Län­dern gilt auch für deut­sche Arbeit­neh­mer im Aus­land eine Kran­ken­ver­si­che­rungs­pflicht. Die Kran­ken­ver­si­che­rung kön­nen Sie jedoch im Land Ihrer Wahl abschlie­ßen. Ger­ne klä­ren wir Sie dar­über auf, wel­che Optio­nen Ihnen zu Grenz­gän­ger­ver­si­che­run­gen in Frei­burg offen ste­hen. Eine Bera­tung beim Spe­zia­lis­ten für Ver­si­che­rungs­fra­gen ist sinn­voll, denn es gibt kla­re Unter­schie­de zwi­schen bei­den Kran­ken­ver­si­che­rungs­sys­te­men.

Unter­schie­de in der Kran­ken­ver­si­che­rung bei­der Län­der

Arbeit­neh­mer müs­sen sich hüben wie drü­ben per Gesetz kran­ken­ver­si­chern. Die Vor­sor­ge in unse­rem Nach­bar­land ist aber nach einem 3-Säu­len-Sys­tem auf­ge­baut. Das gilt für Grenz­gänger eben­so wie für schwei­ze­ri­sche Staats­bür­ger. Sie haben eine Grund­ver­si­che­rung, die durch unter­schied­li­che Modu­le ergänzt wer­den kann. In Deutsch­land über­nimmt der Arbeit­ge­ber einen Anteil der Kran­ken­ver­si­che­rungs­kos­ten, in unse­rem Nach­bar­land trägt der Arbeit­neh­mer die Kos­ten selbst. Er muss sich auch an den Kos­ten für ärzt­li­che Behand­lun­gen betei­li­gen. Pati­en­ten tra­gen 10 % der Kos­ten als Selbst­be­halt, dar­über hin­aus zah­len sie einen im Vor­aus fest­ge­leg­ten Betrag (Fran­chise).

Für Schwei­zer Bür­ger, die in Deutsch­land arbei­ten, gilt:

Alle ver­si­che­rungs­pflich­tig Beschäf­tig­ten müs­sen in Deutsch­land Kran­ken­kas­sen­bei­trä­ge zah­len. Zu Beginn der Tätig­keit müs­sen sie dem Arbeit­ge­ber mit­tei­len, wel­che Kran­ken­kas­se sie gewählt haben. Die­ser mel­det den Ver­si­cher­ten an und über­nimmt einen Teil der Kos­ten.

Für deut­sche Bür­ger, die im Nach­bar­land arbei­ten, gilt:

Wer in der Zen­tral­schweiz oder einer ande­ren Regi­on des Lan­des einer sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen Beschäf­ti­gung nach­geht, aber in Deutsch­land wohnt, hat die Wahl zwi­schen zwei Sys­te­men. Er kann sich über­all kran­ken­ver­si­chern und zwi­schen meh­re­ren Model­len wäh­len: Ihm ste­hen die gesetz­li­che schwei­ze­ri­sche Kran­ken­si­che­rung, die gesetz­lich deut­sche Kran­ken­ver­si­che­rung oder ana­log eine pri­va­te deut­sche oder pri­va­te schwei­ze­ri­sche Kran­ken­ver­si­che­rung offen. Die Tari­fe für Pend­ler hän­gen von zahl­rei­chen Fak­to­ren ab, die wir ger­ne mit Ihnen bespre­chen.

Unter­schie­de in der Pfle­ge­ver­si­che­rung bei­der Län­der

Auch bei der Pfle­ge­ver­si­che­rung gibt es leich­te Unter­schie­de zum deut­schen Modell. Die betref­fen nicht nur die Leis­tun­gen, son­dern auch die Bei­trags­pflicht. In Deutsch­land zahlt ein ver­si­che­rungs­pflich­ti­ger Ange­stell­ter Pflicht­bei­trä­ge für die Pfle­ge­ver­si­che­rung. Dage­gen sind Pfle­ge­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge für Schwei­zer nicht ver­bind­lich. Ein Schwei­zer, der in Deutsch­land arbei­tet und bei einer deut­schen Kran­ken­kas­se ver­si­chert ist, zahlt auto­ma­tisch Bei­trä­ge zur Pfle­ge­ver­si­che­rung. Auch wenn er sich in einem ande­ren EU-Mit­glied­staat auf­hält, hat er Anspruch auf Pfle­ge­geld.

Wel­che Ver­si­che­rungs­mo­del­le kom­men für Grenz­gänger im Drei­län­der­eck infra­ge?

Grenz­gänger sind im Schwei­zer Sys­tem ver­si­che­rungs­pflich­tig, haben aber bei der Kran­ken­ver­si­che­rung Wahl­mög­lich­kei­ten. Nicht für jeden ist die gesetz­li­che schwei­ze­ri­sche Kran­ken­ver­si­che­rung die rich­ti­ge. Für sie käme auch eine pri­va­te Ver­si­che­rung infra­ge. Spe­zi­ell für Grenz­gänger exis­tie­ren Zusatz­mo­del­le, die eine Kom­bi­na­ti­on aus der gesetz­li­chen schwei­ze­ri­schen Kran­ken­kas­se und einer pri­va­ten deut­schen Kran­ken­ver­si­che­rung dar­stel­len. Wich­tig: In unse­rem Nach­bar­land gibt es kei­ne Fami­li­en­ver­si­che­rung, wie wir sie von Deutsch­land ken­nen. Jede Per­son muss ein­zeln ver­si­chert wer­den. Die Wahl der rich­ti­gen Kran­ken­ver­si­che­rung hängt immer von Ihrer Lebens­si­tua­ti­on ab und ist für Grenz­gänger sehr indi­vi­du­ell. Eine qua­li­fi­zier­te Bera­tung ist daher beson­ders wich­tig. Ger­ne infor­mie­ren Sie unse­re erfah­re­nen Mit­ar­bei­ter über die für Ihre Situa­ti­on bes­te Grenz­gän­ger­ver­si­che­rung Frei­burg.

Die Ren­ten­ver­si­che­rung – ein Spe­zi­al­fall

Das Ren­ten­sys­tem des Alpen­lan­des setzt sich aus Alters- und Hin­ter­las­se­nen­ver­si­che­rung (AHV), einer zusätz­li­chen Vor­sor­ge des Arbeit­ge­bers (Pen­si­ons­kas­se) sowie der indi­vi­du­el­len Selbst­ver­sor­ge zusam­men und wird als 3-Säu­len-Sys­tem bezeich­net.
Die ers­te Säu­le, die staat­li­che Ver­sor­gung (AHV), Inva­li­den­ver­si­che­rung (IV) und ergän­zen­de Leis­tun­gen (EL), sichert die Exis­tenz der gesam­ten schwei­ze­ri­schen Bevöl­ke­rung, auch die der Grenz­gänger. Pen­si­ons­kas­se, also die beruf­li­che Alters­ver­sor­gung, Inva­li­den­ver­sor­gung und das Unfall­ver­si­che­rungs­ge­setz bil­den die zwei­te Säu­le. Sie wird „Gesetz beruf­li­che Vorsorge“(GBV) genannt. Auch die­se Säu­le ist ver­pflich­tend für alle, die zwi­schen bei­den Län­dern pen­deln. Die drit­te Säu­le bezeich­net die frei­wil­li­ge Vor­sor­ge, die Ver­sor­gungs­lü­cken aus Säu­le 1 und Säu­le 2 schlie­ßen soll.

Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung für Grenz­gänger

Auch die Absi­che­rung bei Erwerbs­aus­fall basiert auf dem 3-Säu­len-Sys­tem. Für die Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung gel­ten stets die Bestim­mun­gen des Wohn­ort­staa­tes. In bei­den Län­dern exis­tie­ren unter­schied­li­che Rege­lun­gen für ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Beschäf­ti­gungs­zei­ten. Sie sind jedoch Grund­vor­aus­set­zung für den Anspruch auf Arbeits­lo­sen­geld. Wenn Sie in der Schweiz arbei­ten und in Deutsch­land woh­nen, erhal­ten Sie Ihr Arbeits­lo­sen­geld gemäß der in Deutsch­land gel­ten­den Geset­ze. Sie müs­sen inner­halb der letz­ten zwei Jah­re vor Mel­dung Ihrer Arbeits­lo­sig­keit ein Jahr durch­ge­hend ver­si­che­rungs­pflich­tig beschäf­tigt gewe­sen sein.

Arbei­ten in meh­re­ren Län­dern – wel­che Ren­te steht Ihnen zu?

Die Bei­trä­ge zur Ren­ten­ver­si­che­rung wer­den stets im Land Ihrer Beschäf­ti­gung ein­ge­zahlt. Es kommt häu­fig vor, dass Grenz­gän­gern nicht bis zum Beginn der Ren­te im Gast­land arbei­ten, son­dern wie­der in Deutsch­land beschäf­tigt sind. Dann wird das erwor­be­ne Pen­si­ons­kas­sen­gut­ha­ben auf einem Frei­zü­gig­keits­kon­to geparkt, bis das Ren­ten­al­ter erreicht ist. Haben Sie in meh­re­ren Staa­ten Ren­ten­an­wart­schaf­ten erwor­ben, bestehen Ansprü­che für Ren­ten aus jedem Land, sofern Sie die Vor­aus­set­zun­gen (Min­dest­ver­si­che­rungs­zei­ten und Alters­gren­zen) erfül­len. Den Antrag auf Ihre Ren­te kön­nen Sie beim Ver­si­che­rungs­amt Ihrer Stadt- oder Gemein­de­ver­wal­tung, aber auch in unse­rem Ver­si­che­rungs­bü­ro in Frei­burg stel­len. Auch den Antrag für eine schwei­ze­ri­sche Ren­te soll­ten Sie beim zustän­di­gen Trä­ger in Deutsch­land stel­len. Ger­ne über­neh­men wir die For­ma­li­tä­ten für Sie und lei­ten Ihren Ren­ten­an­trag wei­ter.

Für Grenz­gänger gel­ten beson­de­re Steu­er­re­ge­lun­gen

Die steu­er­li­chen Rege­lun­gen für Grenz­gänger im Drei­län­der­eck sind kom­pli­ziert, da unser Nach­bar­land kein Mit­glied der Euro­päi­schen Uni­on ist. Son­der­fäl­le für Grenz­gänger sind im Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men fest­ge­legt. Ihr Gehalt wird vom Wohn­sitz­staat besteu­ert, gleich­zei­tig behält Ihr Schwei­zer Arbeit­ge­ber aber 4,5 % Ihres Loh­nes ein (Quel­len­steu­er). Möch­ten Sie eine Steu­er­rück­er­stat­tung, müs­sen Sie beim deut­schen Finanz­amt auch eine Ansäs­sig­keits­be­schei­ni­gung der Schweiz vor­le­gen. In der Steu­er­erklä­rung tra­gen Sie die Bei­trä­ge nicht in Euro, son­dern in Schwei­zer Fran­ken ein. Wenn der Wert des Schwei­zer Fran­ken steigt, steigt Ihr Steu­er­satz in Deutsch­land eben­falls. Ihre Bei­trä­ge für die Pen­si­ons­kas­se und staat­li­che Vor­sor­ge kön­nen Sie als Son­der­aus­ga­ben gel­tend machen. Das Schwei­zer Finanz­amt erkennt außer­dem die Bei­trä­ge für Kran­ken­ver­si­che­rung, Pfle­ge­ver­si­che­rung und Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung an. Unser Team berät Sie ger­ne über die Bestim­mun­gen zur Besteue­rung von Grenz­gän­gern. Ob Euro oder Schwei­zer Fran­ken, wir sor­gen dafür, dass Sie alle Steu­er­vor­tei­le voll aus­schöp­fen kön­nen.

Rufen Sie ein­fach im Ver­si­che­rungs­bü­ro Wil­nau­er an und machen Sie einen Bera­tungs­ter­min für Grenz­gän­ger­ver­si­che­run­gen in Frei­burg aus. Wir sind an kei­nen Ver­si­che­rungs­an­bie­ter gebun­den, son­dern infor­mie­ren und bera­ten Sie unab­hän­gig. Ger­ne über­neh­men wir auch den kom­plet­ten Schrift­wech­sel mit Ihrer Ver­si­che­rung. Unse­re Geschäfts­stel­le am Leo­pold­ring 3 in Frei­burg liegt direkt in der City und ist leicht zu fin­den.

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