Wird der Wert des vor­han­de­nen Inven­tars nach der Stan­dard­for­mel berech­net, ver­zich­tet der Ver­si­che­rer auf die Prü­fung einer Unter­ver­si­che­rung. Gilt die­se Ver­ein­ba­rung nicht, prüft der Ver­si­che­rer bei jedem Scha­den­fall, ob die Ver­si­che­rungs­sum­me dem Ver­si­che­rungs­wert ent­spricht.  Ist die Ver­si­che­rungs­sum­me klei­ner als der tat­säch­li­che Wert des Haus­rats, kürzt der Ver­si­che­rer die Ent­schä­di­gungs­leis­tung um den pro­zen­tua­len Fak­tor der Dif­fe­renz zwi­schen Ver­si­che­rungs­sum­me und Ver­si­che­rungs­wert. Hat ein Ver­si­che­rungs­neh­mer sei­nen Haus­rat mit 50.000 € ver­si­chert und der tat­säch­li­che Ver­si­che­rungs­wert liegt bei 100.000 €, erhält er im Scha­den­fall nur 50 % der eigent­li­chen Scha­den­hö­he als Ent­schä­di­gung.